Gerswalde liegt auf Meisterkurs

Die Billardmeisterschaft der Uckermark hat eine erste Vorentscheidung.
In Templin wird Ende März ein gutes Stück Billard-Geschichte beendet: Dann verlassen die Billardspieler die langjährige Spielstätte des Vereins Pool & Kegel Templin im Gewerbegebiet.
Bevor die Türen geschlossen werden, musste das Spitzenspiel der Uckermark-Liga gegen den Gerswalder SV I vorgezogen werden. Und so fand am Freitagabend die Begegnung der Meisterrunde zwischen beiden großen Rivalen schon deutlich vor Ende der Meisterschaft 2024/25 statt. Und es stand sehr viel auf dem Spiel: Die aktuelle Tabellensituation sprach deutlich für die Gerswalder Gäste, nur ein Sieg der Templiner würde ihnen die Chance auf den Meistertitel erhalten.
Nach dem Einstieg des "Alleinunterhalters" Stephan Gertig mit ordentlichen 196 Punkten folgte das erste Paarduell zwischen Templins Routinier Ralf Meden und Matthias Schauseil, Gerswaldes Urgestein. Meden erfüllte seine Aufgabe mit 208 Punkten gut, "Schausi" spielte eine überragende Partie, lag lange jenseits der "Schallmauer" von 300 Punkten und stellte schlussendlich mit 299 für sein Team gleich einleitend die Weichen auf Sieg. Auf jeden Fall hatten die Templiner nach den ersten Paar einen Rückstand von fast 90 Punkten. Von diesem Polster zehrten die Gerswalder weiter. So standen dann vor dem letzten Paar 82 Punkte Vorsprung für die Gäste zu Buche. Und auch Bernd Lach, der Beste der Rangliste der Uckermark-Liga, konnte mit seinen 282 Punkten die Kohlen für Templin nicht mehr aus dem Feuer holen, weil der Templiner im Gerswalder Team, Marco Michalski, mit seinen 260 Punkten kräftig dagegen hielt. So stand es am Ende 984 zu 924 für Gerswalde I. Für die Templiner ist damit der Meisterschaftszug endgültig abgefahren, die Gerswalder Chancen auf den Titel sind hingegen weiter voll intakt.
In der nennen wir sie mal "kleinen Meisterrunde", offiziell Platzierungsrunde, klärten sich durch mehrere Nachholspiele in der letzten Woche auch die Verhältnisse in dieser Gruppe weiter. SV Rot-Weiß Günterberg holte dabei mit zwei Siegen nicht nur den Rückstand an Spielen auf, sondern festigte auch den Platz an der Spitze. Bei Templin II gelang ein knapper 716 zu 703-Sieg. Bester Spieler des Abends war Max Heide (Templin) mit 242 Punkten. Gegen Boitzenburg II siegten die Günterberger in ihrer Billardkneipe deutlich mit 751 zu 543 Punkten und hatten drei Spieler in ihren Reihen, die die 200er-Marke überwanden - Heiko Schmidt mit 220, Andreas Ziebarth mit 221 und Thomas Schmidt mit 200. Damit führen die Günterberger mit 10:0 Punkten, das Verfolgerduell zwischen Milmersdorf (6 :0 Pkt.) und Templin II (6 : 2 Pkt.) folgt an diesem Freitag.