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Heiße Billardnacht in Lychen

veröffentlich am 11.09.2022 um 20.47 Uhr von Rainer Fehlberg
Die strahlenden Templiner Sieger: Bernd Lach, Wieland Heide, Sven Borde und Ralf Meden (v. l.).

Dramatisches Duell des heimischen SV gegen Pool & Kegel Templin endete mit knappem Gästesieg.

Schon der 2.Spieltag der Uckermark-Liga im Kegelbillard brachte den ersten Höhepunkt der Saison: Der Lychener SV empfing den "ewigen" Rivalen Pool & Kegel Templin. Beide Teams waren letztes Wochenende prächtig in die Saison gestartet und hatten Erwartungen geweckt. Mindestens genauso hoch lagen auch die Temperaturen in der Spielstätte, was zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit den Akteuren  stellenweise alles abforderte, vor allem am Ende ihrer Einsätze.

Am Anfang, als  nach dem 4+1-Format "Alleinunterhalter" Sven Klemckow an den Tisch musste, da war die Luft noch nicht so dick. Vielleicht deshalb startete er ganz stark (50 Pkt. nach 20 Stoß)? Und auch sein Finale fiel ziemlich gut aus. Aber dazwischen waren 37 "Miese", so dass am Ende 172 Punkte im Protokoll standen.

Im folgenden ersten Paar trafen zwei bewährte "Kämpen" des uckermärkischen Billards aufeinander: Kai Forth (Lychen) und Ralf Meden. Beide wussten zu überzeugen: Forth – stark wie lange nicht – erspielte 257 Punkte. Und sein Gegner – wie schon oft in bester Lychen-Form - schaffte 217 Zähler. Damit war das Hauen und Stechen an diesem Abend eröffnet, und das bei quasi tropischen Bedingungen. Der Templiner Bernd Lach hatte einen Super-Start (45 Punkte  nach 10 Stoß!), trotzte der Hitze und spielte souverän wie immer 270 Punkte. Auch sein Gegner Detlef Peykow schnitt nach langer Spielpause mit 195 Punkten sehr ordentlich ab. Templin führte mit 35 Punkten.

Beim Aufeinandertreffen von Sebastian Peykow (Lychen) und Wieland Heide kam es zu einem sehr holprigen Start. Während sich der Lychener – erwartungsgemäß – schnell erholte, kämpfte der Templiner über die gesamten 100 Stoß mit dieser Situation - und der Hitze. Tagesbestleistung von S. Peykow mit 289 Punkten – das war echt großartig unter den obwaltenden Bedingungen. Heide spielte (von der Hitze gequält) mit 218 Punkten deutlich unter seinem Niveau – und nun lag Lychen mit 36 Punkten vorn.

Der routinierte Templiner Sven "Buddel" Borde musste nun seine ganze Erfahrung aufbieten, um den Sieg für sein Team noch zu erkämpfen. Nach 50 Stoß hatte er den Rückstand ausgeglichen und sogar 4 Punkte Vorsprung erreicht. Diesen baute er weiter aus und verwaltete ihn zum Schluss clever. So sicherte er seinem Team den knappen, aber verdienten 932 zu 913-Sieg. Was die Templiner in dieser Hitzenacht am meisten in die Waagschale werfen konnten, war die größere Ausgeglichenheit des Teams, an einem Abend, der doch etwas denkwürdiges hatte.

Der Dritte im Bunde des Spitzentrios der Liga, der Gerswalder SV, sprang noch ein wenig höher als die Konkurrenz: Mit 947 Punkten gegen 677 von Milmersdorf I untermauerten sie ihre Ambitionen und hatten dabei im Dreigestirn Wolfgang Klaffki mit 281 Punkten, Matthias Schauseil mit 247 und Marco Michalski mit 237 die Sieggaranten.

Beständig wie immer die SG Greiffenberg I beim 860 zu 737-Sieg gegen Boitzenburg I; verlässlich wie immer Greiffenbergs Frank Westphal mit 275 Punkten und Boitzenburgs Helmut Zöphel mit 240. Keck kam Franks Kollege Erven Wendt mit 205 Punkten daher, einem etwas länger nicht mehr erzielten Resultat. Günterberg I musste am 2. Spieltag schon die zweite Fahrt nach Templin absolvieren. Und hatte auch bessere Form mitgebracht: Deutlicher 775 zu 690-Sieg gegen Templins Zweite und rund 50 Punkten mehr als beim letzten Kurstadt-Trip. Die bemerkenswerteste Leistung brachte aber der gut aufspielende  Templiner Andy Rösner mit 238 Zählern. Wenig Federlesen machte Greifffenberg II beim 744 zu 534-Sieg gegen Boitzenburg II. Greiffenbergs Kapitän Hans-Georg Gellner ging mit 213 Punkten wacker voran, bei  den Gästen herrschte viel Schatten, was z. B. mit 32 bzw. 38 Punkten bei 50 Stoß von erfahrenen "Hasen" seinen  Ausdruck fand.

Eine sehr umkämpfte Partie lieferten sich Milmersdorf II und Gerswalde II, die mit einem  643:628 ganz eng endete. Die Leistungen waren – unschwer am Ergebnis abzulesen – nicht so berauschend; aber Hochspannung herrschte bestimmt bis zum Ende! Die Gäste werden sehr unzufrieden sein mit dem Resultat, die Milmersdorfer Zweite hingegen scheint anzusetzen, ihre Erste zu überholen. So verrückt ist die UM-Liga im Billard!