Greiffenberg I verteidigt den dritten Platz

Ein Glück, dass der Billardsport die Diskussion beherrscht hat.
Die spannendste Partie des 22. Spieltages der Uckermarkliga im Kegelbillard war in Milmersdorf zu erwarten. Dort wollte die SG Greiffenberg I unbedingt den 3. Tabellenplatz verteidigen und trat mit einem starken Aufgebot an. Als fünfter Mann hatte sich Maik Fankhauser durch seine Ergebnisse in der zweiten Mannschaft für die Erste qualifiziert. Aber diesmal lief es für ihn - in fremder Umgebung mit den schweren Tischen von Milmersdorf – ganz und gar nicht optimal, auch weil er schon länger nicht vor dieser Herausforderung stand, sich so beweisen zu müssen. Vielleicht war das Alleinspielen ein Handicap?
Das folgende erste Paar hatte diesmal ebenfalls nicht den großen Schwung: Milmersdorfs Wolfgang Schulz blieb bei 179 hängen, und Marcel Köhler schaffte mit 188 Pkt. nur unwesentlich mehr. Im zweiten Paar startete "Altmeister" Lothar Pahl wie die Feuerwehr mit stattlichen 116 Punkte bis zur Halbzeit. Torsten Peters – sein Gegner - hatte mit 108 Pkt. zwar ein beachtliches Ergebnis und doch seine Mühe mitzuhalten. Im zweiten Durchgang verlor Pahl ein wenig den Faden, musste sich insgesamt mit 188 Pkt. zufriedengeben, obwohl es für ihn viel hoffnungsvoller aussah. Peters hielt sein Level und kam auf 210 Punkte, was den Gästen zur Halbzeit einen 30-Pkt.-Vorsprung bescherte. Im dritten Paar traten die nominell Besten – Jörg Geste (Milmersdorf) und Frank Westphal - gegeneinander an: Bis zur Halbzeit gelang es Geste, seinen Kontrahenten mit 8 Punkten auf Abstand zu halten. Aber dann zog Westphal davon, gewann noch mit 243 zu 236 und bauten Greiffenbergs Vorsprung weiter aus. Für das letzte Paar stand vor Frank Gnadt die schwere Aufgabe, fast 40 Punkte aufholen zu müssen. Bis zum 70. Stoß war er dabei auf einem guten Weg, hatte 33 Pkt. aufgeholt, und die Chancen standen gut, dass er es schaffen konnte. Aber Gnadts 72. Stoß brachte sechs Miese und den Bruch in seinem Spiel. Wenigstens ein 202 zu 198 konnte er retten. Aber der 839 zu 805-Sieg ging an die Greiffenberger Gäste, die damit den 3. Platz mit Glück und Geschick verteidigten.
Auf die wartet nun in der Liga ein ganz schwieriges Restprogramm: Nach dem machbaren Aufgalopp für das restliche Saisonprogramm in Milmersdorf folgen nun drei gewaltige Auswärtsaufgaben gegen Lychen I, Gerswalde I und Templin. Da wird es unheimlich schwer, den 3. Tabellenplatz zu halten. Ein Thema spielte an diesem Abend so gut wie keine Rolle: Das Corona-Virus unterlag dem Billardsport deutlich! Welch ein Glück!