Beschauliches und Besinnliches aus den anderen Spielorten

Vom 7.Spieltag der Kreisliga im Kegelbillard wurde nicht allzu viel erwartet. Warum wohl? Die ersten Mannschaften der Vereine spielten sämtlich gegen ihre zweiten. Was sollte da wohl herauskommen, außer klare Siege für die "Großen" und freundlicher Umgang miteinander? Zugetragen hat sich aber – zu Teilen – ein eher ereignisreicher Spieltag, einer mit viel Kampfgeist einerseits, einer für die Freunde harmonischer Billard- Abendbeschäftigung andererseits.
Gekämpft wie die Löwen haben die Spieler von Lychen I, übertrafen sich selbst und überwanden mit drei persönlichen Bestleistungen für diese Saison die – wie es sich schon seit einiger Zeit andeutete - Tausend-Punkte-Marke. Die 1039 Punkte zu erreichen, dass gelang auch, weil man solch ein Match ganz konzentriert, aber auch einfach entspannter angehen kann. Lychens Zweite machte übrigens ihre Sache mit 772 Punkten auch überaus ordentlich. Das drückte sich in den 226 Punkten von Detlef Peykow aus, dem zweitbesten Resultat aller Spieler der zweiten Mannschaften hinter dem Gerswalder Mario Krause mit seinen 241 Zählern von Montag. Der grandiose Mannschaftsrekorde der Lychener verdient es, auch in der Form hervorgehoben zu werden, dass die folgenden Akteure (in der Reihenfolge, in der sie an die Tische traten) daran beteiligt waren: Kai Forth 226, Steve Wendland 229, Sebastian Peykow 312 und Michael Hundt mit 272 Punkten.
Ein weiterer "kämpferischer Löwe" konnte an diesem Abend in Greiffenberg bestaunt werden: Aus einem gleichmäßig starken Team ragte Frank Westphal weit heraus und schrammte beim 938:782- Sieg von Greiffenberg I mit 299 Zählern nur einen winzigen Punkt an der berühmten 300-Punkte-Marke vorbei. Nun steht auch hier die Frage im Raum: Wann fällt nun der nächste Rekord?
Beschaulicher – schaut man auf die reinen Ergebnisse - ging es an den anderen Spielorten zu. Legte manche Erste – je nach Mentalität, was auch im Billardsport ein Zauberwort ist – einen besseren Trainingstag ein, was durchaus nicht zu beanstanden ist? Höchstens, wenn sie verloren hätten, aber das konnte überall vermieden werden.
Einen sehr emotionalen Höhepunkt hatte das Boitzenburger Duell zu bieten: Wann kommt es in der Billardliga schon vor, dass ein Brüderpaar – in dem Falle Mario und Silvio Drescher für B I - gemeinsam in einem Team startet? Beide hatten ihren Anteil daran, dass ihre Mannschaft locker gegen die Zweite gewann und das Pikante dabei war, dass Silvio – das erste und vielleicht einzige Mal im Team? - dem ligaerprobten Bruderherz sogar 12 Punkte abnehmen konnte. Das 740:636 war da fast Nebensache! Bei den Milmersdorfern lagen beide Teams auch um die 100 Punkte auseinander und konnten allesamt beim 745:655 keine Bäume ausreißen. Auch die Günterberger lagen beim 742 zu 564 in diesem Ergebnisbereich, Kapitän Peter Kobus guckte dabei mit 207 ein wenig heraus. Die Spielerinnen und Spieler der Zweiten hatten außer Marcus Lange – 119 Pkt. - eine ziemlich trübe erste Halbzeit, dann steigerten sie sich, aber dafür vergeigte nun Lange.
Zum Schluss noch ein strammer Blick voraus: Freunde des Billardsports, macht Euch am nächsten Freitag auf die Socken! Der neuen Rekordhalter Lychen I empfängt dann Pool und Kegel Templin, die am letzten Dienstag 980 Punkte spielten. Es ist angerichtet für ein hochspannendes Billardsport-Event! Und auch dort gilt: Ausgang offen!