Toller Allzeit-Rekord beim Billard: 1048 Punkte!

Aber die Verfolger bleiben an Gerswalde dran.
Die Billardspieler der Kreisliga Uckermark hatten am 21. Spieltag wieder nur ein schmales Programm zu bieten, aber das hatte sich absolut gewaschen: Auf dem billarderprobten Gutshof von Boitzenburg wurde – wie es immer so schön heißt – Geschichte geschrieben und großer Sport geboten. Beim Wettkampf Boitzenburg I gegen Gerswalde I erreichte die Gästemannschaft einen Allzeit-Rekord von 1048 Punkten. Die Aktiven des Liga-Spitzenreiters Wolfgang Klaffki, Mario Krause, Marco Michalski und Matthias Schauseil (sowie Ersatzmann Mario Zingelmann als "Streicher" nach der inzwischen bewährten 4 + 1-Regel) überboten die alte Bestleistung um 7 Punkte. Dabei wusste außerdem Klaffki als erster Starter mit einem tollen persönlichen Rekord von 314 Punkten zu überzeugen und legte damit den Grundstein für den "Gerswalde-Wahnsinn". Aber auch die Mannschaftskameraden erfüllten alle Erwartungen: Schauseil und Michalski mit je 259 sowie Krause mit 216 Punkten.
Die Hausherren konnten einem mit ihren 729 Punkten richtig leidtun, obgleich ihr Bester Helmut Zöphel mit 268 Punkten sogar Zweitbester des Abends wurde. Kurioser Fakt war an diesem Abend aber auch, dass die Gerswalder sogar ohne ihren Rekordmann Klaffki die Begegnung gewonnen hätte.
Das Programm des Spieltags wäre noch kleiner ausgefallen, hätte sich die zweite Mannschaft von Pool & Kegel Templin nicht nach fast vier Monaten Corona-Zwangspause in der Liga zurückgemeldet. Was für ein Glücksfall für die Liga nach einer starken Leistung: Man spürte förmlich die Lust auf Billard, was an den sehr respektablen 826 Mannschaftspunkten abzulesen war. Dabei zeichnete sich besonders Templins "havelländischer Import aus Ketzin" Thomas Hampicke mit 246 Punkten aus. Ein Wort der Anerkennung auch fürs unterlegene Team um Kapitän Lothar Pahl von Milmersdorf II, die mit 690 Punkten ihr selbstgestelltes Ziel von 700 Punkten zwar nicht ganz erreichten, aber als Seniorentruppe trotzdem keinen Grund hatten, unzufrieden zu sein.
Bei den restlichen Begegnungen erzielte Templin I (gegen Greiffenberg II) sehr starke 939 zu mühseligen 546 Punkten sowie Lychen (bei Milmersdorf I) ordentliche 855 zu 755 Punkten und hielten beide Anschluss an den souveränen Spitzenreiter und Überflieger der Saison, den Gerswalder SV. Bei den Kurstädtern wurde herzlich Bernd Lach (nach Corona-Ausfall) zurückbegrüßt, der sich mit 275 Punkten Anteil am Teamresultat auf seine Art und Weise bedankte.