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Die Greiffenberger behielten ihre weißen Westen

veröffentlich am 18.10.2021 um 15.28 Uhr von Rainer Fehlberg
Die Greiffenberger behielten in Boitzenburg knapp die Oberhand (775:804) und gehören weiterhin zur Spitzengruppe des BVU.

Billardduell auf dem Boitzenburger Gutshof mit historischer Dimension.

Der etwas dezimierte 7.Spieltag der Uckermark-Liga hatte – wenn man so will – einen echten "Klassiker" zu bieten: Dort nämlich empfing auf dem Boitzenburger Gutshof die erste Mannschaft des Gastgebers  Greiffenberg I zum Duell.

Vor gut 30 Jahren – genau am 21.02.1991 – standen sich die Teams aus den beiden Orten zum ersten Mal an den Billardtischen gegenüber. Darauf zurückzublicken macht echten Spaß, wie man den Erinnerungen  der "Urgesteine" des Billardsportes in Boitzenburg, Werner Müller und Horst Tenner, am letzten Freitagabend entnehmen konnte. Da wurden allerlei Schnurren und wilde Geschichten zum Besten gegeben.

Was das sportliche Geschehen des Abends betraf, begegneten sich die im Erstarken begriffenen Boitzenburger und die bisher verlustpunktfreien Greiffenberger. Vor dreißig Jahren hatten die Boitzenburger die Nase vorn – Achtung, Billardexperten: Mit 449 zu 383 Punkten bei je vier Startern (das schaffen heutzutage zwei Spieler ganz locker)! Sollte ihnen das wieder gelingen?

Nach vier Startern hatten die Boitzenburger diesmal 27 Punkte Vorsprung. Das hatten sie vor allem dem überzeugenden Sieg im Marcel-Duell - Riedel mit 222 gegen Köhler mit 184 Punkten – zu verdanken. Marcel Riedel spielte das bisher beste Ergebnis seiner Billardspieler-Karriere. Übrigens hatte sein Vater Uwe vor 30 Jahren am historischen Wettkampf teilgenommen und damals 165 Punkte erzielt.

Das letzte Paar musste also den doch sehr ausgeglichenen, aber nicht hochklassigen Wettkampf entscheiden. Während der Greiffenberger Bernd Hagenbach mit guten 217 Punkten sein Pensum herunterspielte, erwischte Dietmar Piper überhaupt keinen guten Abend. Er überbot zwar sein Ergebnis von vor dreißig Jahren (damals 112 Pkt.), aber an der 775 zu 804-Niederlage konnte er trotz aller Bemühungen nichts ändern. So behielten die Greiffenberger ihre weiße Weste und blieben weiter verlustpunktfrei.

Bei den übrigen drei Begegnungen des Spieltages hielten auch die Teams von Gerswalde I, Lychen und Templin I ihre Westen sauber. Alle drei besiegten ihre Konkurrenten deutlich, wobei vor allem die Templiner und die Gerswalder mit 969 Pkt. (gegen Boitzenburg II mit 618 Pkt.)  bzw. mit 959 Pkt. (gegen Greiffenberg II mit 615 Pkt.) zu überzeugen wussten. Auch Lychen konnte die kleine Hürde Gerswalde II in deren Spielstätte souverän mit 835 zu 648 Punkten beiseite räumen, wobei die bisher beste Zweite der Liga mit Ersatz antreten musste und insgesamt nicht so gut drauf war.

Die Bestenliste des Spieltages liest sich wie ein "Who is Who" der Spitzenteams: Zwei Templiner mit Bernd Lach und Sven Borde mit 298 bzw. 275 Punkten, drei Gerswalder mit Wolfgang Klaffki, Marco Michalski und Mario Zingelmann mit 280, 238 bzw. 233 Holz sowie der Lychener Sebastian Peykow mit 269 Zählern lagen diesmal vorn.

Und noch eine Erkenntnis prägt den etwas gerupften 7.Spieltag doch: Die Spannung an der Tabellenspitze wächst weiter.

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