Duell der Giganten in Templin

Bernd und Kai, Sebastian, Wieland und Buddel boten besten Billardsport / Der 21. Spieltag im Überblick.
Wenn der Erste und der Zweite einer Sportliga gegeneinander antreten, dann ist das ein absolutes Spitzenspiel und verdient die Bezeichnung "Duell der Giganten". Das Aufeinandertreffen von Pool & Kegel Templin und dem Lychener SV 92 als Beste der uckermärkischen Billardliga brachte nicht nur nervenstrapazierende Zweikämpfe, sondern auch großartigen Sport. Am Anfang – so schien es – sollten wohl die Experten recht behalten, die vorhersagten, dass bei solcher Anspannung kaum Spitzenresultate zustande kommen. Deshalb wohl erzielten die ersten drei Akteure "nur" jeweils 178 Punkte, obwohl es zwischenzeitlich nach mehr aussah.
Dann aber – mit dem zweiten Paar – ging "die Post so richtig ab": Templins Bernd Lach – ein Billardkönner "vor dem Herrn" – lieferte "wahnsinnige" 315 Punkte ab, davon 171 in der zweiten Halbzeit, was – als Information für "Billard-Feinschmecker"! – einen 10-Stoß-Schnitt von 34 bedeutete. Und sein Lychener Gegner Kai Forth ließ sich nicht lumpen und wirklich abhängen mit seinen brillanten 269 Punkten. Das war Billard vom Feinsten und ließ das Herz des Fans höher schlagen: Zwei Saisonrekorde, zwei Leistungen nahe am Limit – mehr geht nicht an solch einem Abend.
Und danach weitere Spitzenresultate: Lychens Sebastian Peykow mit tollen 286 Pkt. - als Bester der ersten Hälfte, aber kleinen Problemen am zweiten Tisch; Templins Kapitän Wieland Heide, der mit 273 Pkt. (fast Saisonrekord!) glänzte und gleichmäßig wie ein Uhrwerk spielte; auch Sven Borde, der mit 97 Pkt. sehr verhalten begann, aber sich dann mit 140 Pkt. extrem steigerte und zum Schluss Templin mit 1003 Pkt. das beste Heimresultat aller Zeiten sicherte. Dieser Sieg (gegen auch vorzügliche 936 Pkt. für Lychen) brachte den Templinern die Tabellenspitze sowie die optimale Ausgangsposition für die Meisterschaft – aber mehr auch noch nicht, das Rennen bleibt spannend.
Zur "Viererbande" an der Spitze der Liga gehören auch Gerswalde I und Greiffenberg I. Während die Gerswalder – auch dank eines überragenden Matthias Schauseil mit 298 Pkt. (Allzeitrekord!) - den SV Boitzenburg mit dem 930 zu 803-Sieg zurück ins Mittelfeld schickten, hatten die Greiffenberger ohne ihren Spitzenspieler Frank Westphal – der zeitgleich beim Billard Team Uckermark spielte - allergrößte Mühe beim 719:673-Erfolg. Nur Torsten Peters mit seinen 235 Pkt. hatte es der Tabellendritte zu verdanken, dass er ungeschoren die Tische verlassen konnte.
Milmersdorf I – nun endgültig im Mittelfeld gelandet - hatte leichtes Spiel und einen bärenstarken Jörg Geste mit 262 Pkt. (Saisonrekord!), um beim 837:578 beim Tabellenschlusslicht Boitzenburg II die Punkte einzukassieren. Im Keller der Tabelle hat sich eine sehr bemerkenswerte Entwicklung vollzogen: Die Zweite von Milmersdorf – schon am letzten Wochenende strahlender Sieger gegen die eigene Erste – konnte mit dem 745:677-Sieg gegen Gerswalde II die glänzende Ausgangsposition im Wettstreit um den inoffiziellen Titel "Beste Zweite der Liga" weiter ausbauen. Hier zahlt sich wohl aus, dass die Milmersdorfer "Altvorderen" personell stabil durch die Saison gekommen sind! Eben "alte Klasse"!