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Altmeister "Oskar" im Mittelpunkt eines starken Teams

veröffentlich am 14.04.2019 um 10.23 Uhr von Rainer Fehlberg
Jürgen "Oskar" Reck legte mit seinen 216 Punkten, als Tagesbester, den Grundstein für den Heimerfolg gegen Pool & Kegel Templin.

SV Rot-Weiß Günterberg I weiter auf Kurs  Platz 4 der Liga.

Am 25. Spieltag der Kreisliga im Kegelbillard stand dem Rot-Weiß Günterberg I eine schwere Prüfung bevor: Sie empfingen in ihrer Billardkneipe die Mannschaft von Pool & Kegel Templin, den Tabellendritten. Viel stand für das Heimteam auf dem Spiel, wollten sie – kurz vor Schluss der Saison – ihren Anspruch auf den 4. Tabellenplatz in der Liga intakt halten.

Diesen Willen, Platz 4 zu sichern, spürte man gleich bei Altmeister Jürgen Reck – von allen nur „Oskar“ gerufen. Der legte gegen Heinz Zuchhold im Veteranen-Duell der 74jährigen los "wie die Feuerwehr", wofür die 125 Punkte im ersten Durchgang standen. Mit dann 216 Punkten war er schließlich der Beste des "Kneipenteams". Aber alle drei anderen standen ihm kaum nach: Heiko Schmidt mit 208, Peter Kobus mit 204, Andreas Ziebarth mit 200 Punkten bewiesen große mannschaftliche Geschlossenheit und sichert den Anspruch auf Platz 4. Die Templiner Akteure  hatten mit Ausnahme von Sven Borde ihre Form zu Hause gelassen. Jener Borde musste sich – mit minimalen Vorsprung - des Ansturms von "Oskar" auf seinen Platz im 12er-Feld der Kreis-Einzelmeisterschaft erwehren. Bordes 215 Punkte sicherten ihm – da muss man kein Prophet sein – am Ende der Saison den Platz im Einzelfinale. Blieb am Ende die Frage, warum die Günterberger ihre Kontrahenten so deutlich distanzieren konnten? Es schwirrten so einige Theorie durch die Billardkneipe von Christel Kurz, wer nun "schuld" sei: Lag es am Willen der Günterberger? Lag es an den Tischen? Oder lag es an den Frauen von Günterberg, wie behauptet wurde?

Die weitere Anwartschaft auf Platz 4 untermauerte auch die SG Greiffenberg I mit dem 838 zu 793-Auswärtssieg beim SV Boitzenburg I. Die Greiffenberger Hauptakteure beim Sieg waren Frank Westphal (246) und Torsten Peters (243 Punkte); Boitzenburgs Helmut Zöphel konnte trotz toller 265 Punkte sein Team auch nicht retten. Die Boitzenburger müssen am letzten Spieltag aufpassen, nicht von einer Zweiten in der Tabelle noch überholt zu werden. Das wäre nun gar kein Ruhmesblatt.
Gerswalder SV I hatte nicht allzu viele Mühe, die Mannschaft von SG Milmersdorf I mit 887:780 geschlagen nach Hause zu schicken. Sie sicherten sich damit  souverän den Vize-Meistertitel, herzlichen Glückwunsch! Wolfgang Klaffki und Marco Rieger waren dabei die Besten, mit 249 bzw. 233 Punkten. Milmersdorf musste mit dieser Niederlage die Ambitionen auf Platz 4 begraben.

Der Lychener SV II beendete mit einem 751:593-Sieg gegen Gerswalde II seine erste Saison in der Kreisliga: Ende gut – ziemlich alles gut im ersten Spieljahr, lautet das Fazit. Steve Wendland – diesmal wieder mit  219 Punkten – wäre ein erster Kandidat auf den (noch nicht ausgerufenen) Titel "Bester Nachwuchsspieler"! Heiß umkämpft war die Partie zwischen SG Milmersdorf II und SV Günterberg II: Es ging für den Sieger um die beste Ausgangsposition im Kampf um den Titel "Beste Zweite der Liga"! Dementsprechend knapp ging es zu beim 709 zu 690-Sieg für Milmersdorf zu, mit ganzen 19 Punkten Abstand. Die einzelnen Leistungen waren insgesamt nicht berauschend, dafür stand wohl doch zu viel auf dem Spiel. Milmersdorf kann nun wirklich den Sekt kalt stellen fürs Fest als "Beste Zweite!

Greiffenberg II hat wohl nur noch theoretische Chancen auf diesen theoretischen Titel. Doch gegen Boitzenburg II hielten sie diese Mini-Chance beim 790:601 mit  beiden Händen fest. Eine Billard-Besonderheit war in diesem Duell zu beobachten: Es ging um die Zahlenreihe 203, 204, 205 und 206, die an diesem Abend eine heraus gehobene Rolle spielte. Die ersten drei Ziffern waren die Ergebnisse der Spieler des Siegerteams Mike Petrautzki, Marcel Köhler und Maik Fankhauser, während die größte Punktzahl des Abends dem Boitzenburger Axel Tesch zustand.