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Billard Verband Uckermark

Hallo Sportfreunde,

Leider ist ab dem 02.11.2020 bis voraussichtlich 30.11.2020 der Vereins-/Amateursport sowie das Training untersagt (Beschluss Bund-Länder-Konferenz, 28.10.20). Die Punkt-/Pokalspiele werden auf unbestimmte Zeit verlegt!

LG und bleibt gesund
Peggy Schmidt
Präsidentin des BVU

Das René-Duell von Boitzenburg, das es in sich hatte

veröffentlich am 07.04.2019 um 22.59 Uhr von Rainer Fehlberg
Die beiden Renés vom Boitzenburger Spiel nach Spielende und vor ihren Anzeigetafeln: Benzin und Ostrowski (v. links)

Aber auch Wolfgang und Sebastian, Frank, Helmut und Marco spielten (wieder) tolles Billard am 24. Spieltag.

"Der Jugend Vertrauen und Verantwortung!" – Dieses altbekannte und auch richtige Motto hätte teilweise über dem 24.Spieltag der Kreisliga im Kegelbillard stehen können.

Pool & Templin hatte gegen SV Boitzenburg II Personalsorgen und schickte mit Dennis Antrick und René Benzin gleich zwei Nachwuchsleute ins Rennen. Da auch Mario Drescher eher zum Nachwuchs zählt (in dieser Saison zum zweiten Male eingesetzt), war als einziger der Stammtruppe nur Wieland Heide an Bord und hatte deshalb seine "Kücken" zu pflegen und zu hegen. Die machten es aber richtig gut: Dennis Antrick kam mit 181 Punkten seinem persönlichen Rekord nahe und war Zweitbester des Abends. In einem echten René-Duell bekam es der Templiner Benzin mit dem Boitzenburger Ostrowski zu tun und musste die bekannte Billard-Erfahrung machen, dass aller Anfang schwer ist. Dass es sich auf anderen Tischen anders spielt und so eine Latte von Miesen zustande kam. Aber René Benzin ist mit 126 Punkten– das kann man mit Fug und Recht sagen – nicht untergegangen, hat Ostrowski im zweiten Durchgang sogar neun Punkte abgeknöpft, aber das René-Duell mit doch 27 Punkten verloren. Dass Wieland Heide über dem "jungen Gemüse" thronte, versteht sich auch von selbst. Mit seinen 231 Punkten sichert er den klaren Templiner 707:539-Sieg, mit dem sie so deutlich auch nicht rechnen konnten.

"Jugend voran!" hieß es auch bei Milmersdorf I gegen Lychen II. Die Gäste hatten die jüngste Zweite aller Zeiten mit einem Durchschnitt von unter 30 Jahren ins Rennen geschickt. Dass Jugend allein noch kein Erfolgsgarant ist, mussten die Lychener "Jungspunde" gegen die geballte Milmersdorfer Routine erfahren. 815 zu 721 stand es am Ende, und trotzdem gehört der Jugend die Zukunft, was Lychens Steve Wendland mit 237 Punkten als Bester des Abends auf seine Art unter Beweis stellte.

Die Spitzenteams der Liga entledigten sich ihrer (Heim-)Aufgaben souverän. Dabei hatte der Gerswalder SV I gegen den Tabellenvierten SG Greiffenberg I erwartungsgemäß die härtere Nuss zu knacken. Beim 925:845-Sieg erwiesen sich Wolfgang Klaffki und Marco Rieger als die stärksten "Nussknacker" mit 275 bzw. 246 Punkten, während die Gäste ihre härtesten Nüsse in Frank Westphal mit 257 und Torsten Peters mit 209 Punkten hatte. Wie schwer es für die Gerswalder war, lässt sich aus der Tatsache ablesen, dass sie zur Halbzeit mit über 50 Punkten zurücklagen. Dann aber schaukelten Gerswaldes beide Besten an diesem Abend den doch noch deutlichen Sieg nach Hause.

Für Lychen I war es gegen Günterberg II deutlich leichter. Mal ganz übertrieben formuliert: Sebastian Peykow mit seinen 308 Punkten hätte fast im Alleingang gewonnen. Das 871 zu 520 Punkten spricht für sich und war für Lychen wie Training fürs Spitzenspiel am nächsten Tag in Gerswalde. Günterberg I untermauerte seine Anwartschaft auf den 4. Tabellenplatz. Beim 792 zu 776-Sieg über Boitzenburg I verlangten ihnen die Gäste – allen voran der Helmut (Zöphel) mit 254 Punkten – aber einiges ab. Günterberg schaffte zwei Punkte Vorsprung für Platz 4, aber hat (zusammen mit Milmersdorf I) ein extrem schweres Restprogramm. Wird am Ende Greiffenberg doch noch der lachende Dritte? (Dazu in Kürze mehr!) Auch in dieser Hinsicht ist die Liga spannend bis zum Schluß!

Greiffenberg II hat nach dem 708 zu 673-Sieg gegen Gerswalde II fürs Finale der Meisterschaft noch zwei Pfeile im Köcher: Sie haben durchaus noch Chancen auf den (inoffiziellen) Titel "Beste Zweite der Liga". Auch da ist noch jede Menge Spannung im Spiel; sowohl Milmersdorf II als auch Günterberg II haben ganz sicher die sprichwörtliche Flinte noch nicht ins Korn geworfen.

Insgesamt gesehen: Aufs Meisterschaftsfinale kann man sich in mancher Hinsicht freuen; über die Entscheidung an der Spitze wird in Kürze berichtet.