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Stimmungsvoller Jahresauftakt für die Billardspieler

veröffentlich am 06.01.2019 um 19.53 Uhr von Rainer Fehlberg
Altmeister Jürgen Reck überraschte beim Einladungsturnier in Boitzenburg mit dem Silberrang und musste sich lediglich Primus Sebastian Peykow geschlagen geben.

20. Einladungsturnier des SV Boitzenburg war ein voller Erfolg.

Es ist eine wunderschöne Gewohnheit geworden, wie die Billardspieler der Uckermark das neue Jahr begrüßen (Die alten Semester der Sportfans könnten an den Silvesterlauf von Sao Paulo erinnert sein, die jungen ans Neujahrsspringen in Garmisch zum Beispiel. Natürlich viel größer!). Aber es ist wirklich ordentlich etwas los in den Räumen des SV Boitzenburg, wenn die Spieler der Liga mit ihrem Aufgalopp das neue (Billard-)Jahr begrüßen. Diesmal schon zum 20. Mal! Und besonders bemerkenswert war die Tatsache, dass - wie Turnierleiter Horst Tenner stolz anmerken konnte - erstmals alle Vereine der Uckermarkliga vertreten waren. Ein toller Beweis, dass eine gute Billardfamilie gewachsen ist!

Apropos Tenner: Außer ihm waren weitere vier ehemalige Sieger mit insgesamt neun Erfolgen am Start. Dabei erzielte Sebastian Peykow vom Lychener SV 90, der Überflieger der einheimischen Billardszene, bislang allein vier Siege. Auch diesmal wieder am Start, gebührte Peykow natürlich die Favoritenrolle. Aber auch andere waren nicht gekommen, um den Gegnern kampflos das Felde zu überlassen. Dazu gehörten der erfahrene Matthias Schauseil und der aufstrebende Wolfgang Klaffki aus Gerswalde oder auch der Greiffenberger Doppelsieger aus früheren Jahren, Frank Westphal.

Gespielt wurde nach einem von den Boitzenburgern ausgedachten System, wo man je Sieg – notwendig waren 50 Punkte - immer eine Runde weiter kommt, mit zwei Niederlagen unweigerlich ausscheidet. In den ersten beiden Runden gab’s - von Kleinigkeiten abgesehen - die erwarteten Ergebnisse. So musste in Runde 3 mit Stefan Tesch der letzte Boitzenburger das Feld verlassen, aber nicht unzufrieden, weil er mehr erreicht hatte als in den Jahren zuvor. Von Runde zu Runde nahmen Spannung und Klasse im Turnier zu. Begegnungen wie Peykow gegen Westphal in der 4. Runde oder Westphal gegen Klaffki in der 5. Runde waren Leckerbissen des Billardsports, spannend und hochklassig.

Und hinter dem Rücken der Giganten schlich einer nach vorn, den man gar nicht auf der Rechnung hatte: Altmeister Jürgen Reck aus Günterberg – nach Auftaktniederlage gegen Peykow - wurde von "Fall zu Fall" stärker und hatte durch die Niederlage in Runde 1 den längsten Weg mit sieben Spielen zurück zu legen, um das Finale zu erreichen. Dabei ließ er sich auch von den höher eingeschätzten Sven Borde (Templin) und Frank Westphal nicht stoppen. So trafen im Finale zwei Billardgenerationen aufeinander:  Jung (Peykow) gegen Alt (Reck). Auch da stand der "Alte" seinen Mann und machte Peykow das Leben schwer. Vorangetrieben von den leidenschaftlichen Günterberger Fans draußen an der Scheibe, hielt er lange dagegen (Sieger war diesmal, wer zuerst 100 Punkte erreichte). Aber Sebastian Peykows Klasse setzte sich durch. Er kam zu seinem fünften und erwarteten Sieg des Einladungsturniers. Der 2. Rang des Altmeisters, der sogar zwei Spiele mehr zu machen hatte als die Konkurrenz, war die bejubelte Überraschung. Frank Westphal komplettierte als Dritter das Siegerpodest. Turnierleiter Horst Tenner übergab Pokal und Urkunden und hatte das Turnier jederzeit gut im Griff. "Chefkoch" Siegfried Matschull und seine "Heinzelmännchen" sorgten – nachdem sie vorher fleißig gebrutzelt und geschmurgelt hatten - fürs leibliche Wohlbefinden der Teilnehmer. Stimmungsvoller konnte der Jahresauftakt für die Billardfans - sowohl sportlich als auch kulinarisch - einfach nicht sein!

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